Vorwissen der Studierenden

Das Studium für das Lehramt an Grundschulen ist in verschiedene Module eingeteilt, die aufeinander aufbauen. Im zweiten Studienjahr, also im dritten oder vierten Semester, muss das Praxissemester als Pflichtmodul  durchgeführt werden. Hierbei können die Studierenden eine Präferenz angeben, in welchem der beiden Semester sie das Modul PM-L1 (Praxissemester) belegen wollen. Im jeweils anderen Semester werden bildungswissenschaftliche Module 4 bzw. 5, in Deutsch L1/Modul 3, in Mathematik MAL1-3 sowie die entsprechenden Module im 3. Fach besucht. Die folgende Tabelle zeigt den empfohlenen Modulplan für das erste Studienjahr. Das Wahlfach (-> 3. Fach) wird im Praxissemester nicht berücksichtigt.

Erziehungswissenschaftliches Kernstudium Deutschdidaktik Mathematikdidaktik
Pflicht:
Modul 1A
Einführung in die Grundschulpädagogik mit BASIS
   
Modul 2
Lehren, Lernen, Unterrichten
Modul 3
Beobachten, Beraten u. Fördern im pädagogischen
Modul L1 M1 MAL 1-1
Arithmetik & Geometrie GS Didaktik
Vorlesung Sprachwissen-
schaft
+ Tutorium
Vorlesung Literaturwissen-
schaft
+ Tutorium
    Modul L1 M2
Vorlesung bzw. Seminar Sprachwissenschaft
+ Vorlesung bzw. Seminar Sprachdidaktik
oder
Modul L1 M3
Vorlesung bzw. Seminar Literaturwissenschaft
+ Seminar und Tutorium Literaturdidaktik
MaL 1-2
Diagnostik und Fördern zur Mathematik in der Grundschule
Beobachten und Diagnostizieren

Vorgeschlagene Module, die bis zum Praxissemester besucht werden können. Pflicht ist nur Modul 1A.

Pflichtmodul

Verpflichtend für alle ist das erfolgreiche Absolvieren der Lehrveranstaltung Einführung in die Grundschulpädagogik mit

  1. BASIS: Personale Basiskompetenzen. 
Eine Blockveranstaltung gleich zu Beginn des Lehramtsstudiums in der die persönlichen Stärken und Entwicklungsbereiche der Studierenden in Hinblick auf den Lehrerberuf erarbeitet werden. Es handelt sich hierbei um keine Eignungsfeststellung. Vielmehr soll den Studierenden die Möglichkeit einer Standortbestimmung gegeben werden um darüber eigene Schwerpunkte für ihre Entwicklung herauszustellen. In verschiedenen Schritten werden den Studierenden ihre persönlichen Einstellungen zur Schule vergegenwärtigt. Dabei werden auch Fragen zur eigenen Lern- und Lehrerfahrung gestellt, die Berufswahl „Lehrer_in“ hinterfragt, aber auch Aspekte wie das persönliche Auftreten beobachtet. Den Abschluss bildet das „Perspektivgespräch“ in welchem, auf Basis der Beobachtungen aus dem Seminar, die persönlichen Stärken hervorgehoben und Entwicklungsbereiche herausgestellt werden. Daraus formulieren die Studierenden Entwicklungsziele für ihr Studium bzw. Praktikum.
  2. Einführung in die Grundschulpädagogik (Modul 1 A):
 Geschichte und Aufgaben der Grundschule sowie Grundfragen der Grundschulpädagogik, sich mit Motiven der Studien- und Berufswahl auseinandersetzen, Auseinandersetzen mit den Anforderungen des Berufsfeldes und der Rolle des Lehrers, Theorie-Praxis-Verhältnis des Lehramtsstudiums reflektieren, mit grundlegenden Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut werden, selbstständiges Erarbeiten insbesondere der grundschulpädagogischen Literatur.

Grundschulpädagogisches Vorwissen

Im ersten Studienjahr besuchen die Studierenden das Modul „Einführung in die Grundschulpädagogik“, zu welchem das Studienelement BASIS (Personale Basiskompetenzen für den Lehrerberuf) gehört. Des Weiteren sind die Module „Lehren, Lernen, Unterrichten in der Grundschule“ sowie „Beobachten, Beraten, Fördern“ empfohlene Veranstaltungen. Thematische Schwerpunkte bilden hier: „Die Grundschule als Institution“, „Grundschule als pädagogisches Handlungsfeld“, Grundlagen des Grundschulunterrichts sowie Grundlagen im Bereich „Beobachten, Beraten, Fördern“.

Mathematikdidaktisches Vorwissen

Im ersten Studienjahr besuchen die Studierenden im Fach Mathematik in der Regel eine fachsystematische Vorlesung zu den Grundlagen der Arithmetik und Geometrie mit entsprechender Übung sowie weiterführende fachdidaktische Veranstaltungen zu den Schwerpunkten „Arithmetik und Geometrie“ mit entsprechender Übung sowie „Diagnostik und Fördern zur Mathematik in der Grundschule“.

Deutschdidaktisches Vorwissen

In der Regel besuchen die Studierenden im ersten Studienjahr Einführungsveranstaltungen zu den Themenbereichen Schriftspracherwerb oder Kinder- und Jugendliteratur und Medien mit dazugehörigen Tutorien. In fachsystematischen Vorlesungen mit Tutorien werden sie in die Sprach- und Literaturwissenschaft eingeführt. Des Weiteren werden Lehrveranstaltungen mit sprach- bzw. literaturdidaktischen Schwerpunkt empfohlen. Die Studierenden erhalten dort beispielsweise Einblick in die Grundlagen des Schriftspracherwerbs, das Schreiben von Texten, Methoden der Förderdiagnostik oder Vorlesesituationen in Klassenstufe 1 und 2. Für die Klassenstufen 3 und 4 erfahren sie unter anderem mehr über Modelle der Entwicklung von (Recht-)Schreibkompetenz und Textproduktion sowie der Lesefähigkeit und den Umgang mit Kinder- und Jugendliteratur.